SAVE THE DATE: PROLOG: #DASFINALE! VOM 16.-18. MÄRZ

 

Bevor wir unsere Werkstattausstellung am 8. April im Japanisches Palais schließen, bespielen wir noch einmal die gesamte Ausstellungsfläche des Prolog #1-10 mit einer wilden Mischung von Gästen, Formaten und Geschichten.

Melancholisch, witzig, tragisch, zart. Impulsiv, absurd, spannend, lehrreich.

Mit Prolog-Kino, Erzählcafé, A Cappella Jodel-Performance, Comic-Lesung, Restauratorinnen@work, Pop-Up Performance, polyphonem Gesang, Vocals, Fremd-Führungen

Wir freuen uns auf Euch!

 

DAS PROGRAMM:

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FREITAG

             16. MÄRZ

20 UHR / PROLOG-Kino: "Petit à Petit" & "Das Fest des Huhnes" : Mockumentary & Ethnologie

mit anschließendem „Wir-Wohnzimmer“-Gespräch.

"Petit à Petit" von Jean Rouch (Frankreich, 1970, 96 min, OmU)

Der Film porträtiert drei nigerianische Reisende, die im Paris der 1960er Jahre Feldforschung betreiben. Eine Satire auf Ethnologie und ‚westliches Fortschrittsdenken‘.

Der französische Regisseur Jean Rouch (1917-2004) gilt als Meister des ethnografischen Films und Begründer des Cinéma Vérité.

 

„Das Fest des Huhnes“ von Walter Wippersberg (Österreich, 1992, 55 min, OV)

Der fiktive Forscher und Dokumentarfilmer Kayonga Kagame (Frank Oladeinde) untersucht außerafrikanische ethnologisch interessante Orte, um sie für die Nachwelt zu dokumentieren. Dieses Mal: eine Reise ins dunkle Herz Europas, nach Oberösterreich.

Walter Wippersberg (1945 - 2016) war ein österreichischer Schriftsteller, Theaterregisseur, Filmemacher und Fotokünstler.


PROLOG CINEMA: "Petit à Petit" and "Das Fest des Huhnes" (The Chicken Festival) - Mockumentary and Ethnology

followed by a discussion with the ethnologist Bernard Müller and guests.

"Petit à Petit" by Jean Rouch (France, 1970, 96 min, French with German subtitles)

The film portrays three Nigerian travelers doing field research in Paris in the 1960s. A satire on ethnology and' Western 'progressive thinking'. The French director Jean Rouch (1917-2004) is considered a master of ethnographic film and the founder of Cinéma Vérité.

"Das Fest des Huhnes" (The Chicken Festival) by Walter Wippersberg (Austria, 1992,55 min, German version)

The fictional explorer and documentary filmmaker Kayonga Kagame (Frank Oladeinde) explores non-African ethnologically interesting places to document them for posterity. This time: a trip to the dark heart of Europe, to Upper Austria. Walter Wippersberg (1945 - 2016) was an Austrian writer, theatre director, filmmaker and photo artist.


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SAMSTAG

           17. MÄRZ

16-22 Uhr / ERZÄHLCAFÉ UND COMIC LESUNG

16 Uhr / Life Performance mit Treta Mominka

Was sind eigentlich „fremde“ Klänge? Muss es gleich Musik von einem anderen Kontinent sein oder kann einem Jodeln nicht auch schon „fremd“ vorkommen? Diese Fragen wirft die A Capella Performance von Treta Mominka auf. Sie singen „Volkslieder“ aus unterschiedlichen Regionen der Welt und erzählen die Geschichten drumherum.

Im März 2017 in Dresden geründet, treten Treta Mominka vor allem bei Ausstellungseröffnungen auf.  Der Chor besteht aus Marieluise Herrmann (Hackbrett), Marleen Andreev (Gesang) und Sarah Hesse (Gesang).


Live performance with Treta Mominka: What are "strange" sounds? Does it have to be music from another continent or can't yodeling make you feel "strange"? The A Capella Performance by Treta Mominka raises these questions. They sing "folk songs" from different regions of the world and tell the stories around them. Founded in March 2017 in Dresden, Treta Mominka performs mainly at exhibition openings.  The choir consists of Marieluise Herrmann (dulcimer), Marleen Andreev (vocals) and Sarah Hesse (vocals).


16 - 20 UHR / Pop-Up Performance von Utz Pannike

Utz Pannike befragt die Besucher/innen der PROLOG-Ausstellung zu verschiedenen Objekten und deren Geschichten. Alle Fragmente setzt er zu einer großen Erzählung zusammen. Fiktive Forschung und potentielle Märchen.

Utz Pannike wurde in Leisnig geboren. Er studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und hat in Dresden das „Panische NOt-Theater gegründet. Dort arbeitet er regelmäßig an Inszenierungen und Performances.


Pop-Up Performance with Utz Pannike: Utz Pannike asks visitors to the PROLOG exhibition about various objects and their stories. He assembles all of the fragments into a broad narrative. Fictional research and potential fairy tales. Utz Pannike was born in Leisnig. He studied at the Ernst Busch Academy of Drama in Berlin and founded the "Panische NOt-Theater" in Dresden. There he regularly works on productions and Performances.


17 UHR / Erzählcafé „Erinnerung und Kolonialzeit in Tansania“ mit Mnyka Sururu Mboro (Berlin Postkolonial)

Mnyka Sururu Mboro ist Mchagga-Lehrer und Aktivist aus Tansania. Er lebt seit fast 30 Jahren in Berlin und ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der NGO Berlin Postkolonial e.V., die sich mit der versteckten Kolonialgeschichte der deutschen Hauptstadt beschäftigt.


Narrative café "Remembrance and colonial times in Tanzania" with Mnyka Sururu Mboro (Berlin Postcolonial): Mynka Sururu Mboro is a Mchagga teacher and ativist from Tanzania. He has lived in Berlin for almost 30 years and is a founding member of the MGO Berlin Postkolonial e.V., whisch deals with the hidden colonial history of the German capital.


20 UHR / Comic-Lesung „Madgermanes. Zwischen Mosambik und DDR“ mit Birgit Weyhe und Emiliano Chaimite

Birgit Weyhe wurde 1969 in München geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Ostafrika und kehrte im Anschluss an ihr Abitur nach Europa zurück. 2002 begann sie mit dem Studium der Illustration an der HAW Hamburg, wo sie 2009 ihr Diplom erhielt. Für ihr Buchprojekt Madgermanes, das sich mit den Biografien von Mosambikanern beschäftigt, die als Vertragsarbeiter in die DDR kamen, erhielt sie 2015 als erste Künstlerin den höchstdotierten deutschen Comicpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung und die Auszeichnung als „Bester deutscher Comic" beim Max-und-Moritz-Preis. Das Buch ist im Mai 2016 beim avant-verlag erschienen.

Emiliano Chaimite ist Vorstandsvorsitzender des afrikanisch-europäischen Vereins afropa e.V. und Mitglied des Ausländerbeirats Dresden. Er arbeitet als Krankenpfleger im Sächsischen Klinikum Friedrichstadt. Er wurde in Mosambik geboren und kam 1986 als Gastarbeiter nach Deutschland. Nach der Wende machte er in Dresden seine Ausbildung, am meisten mag er die Neustadt.


Comic-reading "Madgermanes. Between Mozambique and GDR "with Birgit Weyhe and Emiliano Chaimite:
Birgit Weyhe was born 1969 in Munich. She spent her childhood and youth in East Africa and returned to Europe after graduating from high school. In 2002 she began studying illustration at HAW Hamburg, where she received her diploma in 2009. For her book project Madgermanes, which deals with the biographies of Mozambicans who came to the GDR as contract workers, in 2015 she was the first artist to receive the highest endowed German comic prize of the Berthold Leibinger Foundation and the award as "Best German Comic" at the Max-und-Moritz-Prize. Avant-verlag published the book in May 2016.
Emiliano Chaimite is chairman of the African-European association afropa e. V. and a member of the Dresden Foreigners' Council. He works as a nurse at the Sächsisches Klinikum Friedrichstadt. He was born in Mozambique and came to Germany as a guest worker in 1986. After the reunification he studied in Dresden; most of all he likes the Neustadt.


19 & 22 UHR / Live Performance von Inéz Schaefer

Inéz Schaefer ist Musikerin, Sängerin, Komponistin, Pianistin, Performerin und Teil des Duos ÄTNA, das sich in Dresden kennengelernt hat und seitdem zusammen Musik produziert. Sie verbinden die puristischen Klänge von Klavier und Stimme mit elektronischen Beats.


Live Performance by Inéz Schaefer: Inéz Schaefer is a musician, singer, composer, pianist, performer, and part of the ÄTNA duo, which met in Dresden and has been producing music together ever since. They combine the puristic sounds of piano and voice with electronic beats.


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SONNTAG           18. MÄRZ

14-18 Uhr FAMILIENNACHMITTAG

14 - 18 UHR / Restauratorinnen @work

Vielleicht haben Sie sich auch schon ab und zu gefragt, wie die Objekte aus Kisten in Vitrinen und aus Vitrinen wieder in Kisten kommen. Sie haben sich darüber gewundert, wie einige Objekte in Stand gehalten werden. Am Samstag können Sie all diese Fragen loswerden. Restauratorinnen des Museums für Völkerkunde Dresden teilen ihr Know-How mit Ihnen. Zum Abschluss wird ein Objekt verpackt. Damit beginnt offiziell der Abbau der PROLOG-Ausstellung.


Restorers @ work: Perhaps you have already asked yourself now and then how the objects come out of boxes in showcases and display cabinets and then into boxes again. Or you've been wondering how some objects are being maintained. On Saturday you can answer all these questions. Restorers of the Museum für Völkerkunde Dresden will share their know-how with you. In the end, an object is packed. This is the official start of the dismantling of the PROLOG Exhibition.


14 & 16 UHR / Führungen durch die Ausstellung zum Thema „Fremdheit“

Fremdheit ist die Grundlage der Ethnologie. Sie ist nicht klar definiert und somit weder beschreib- noch analysierbar. Fremdheit entsteht in Abgrenzungsprozessen vom „Eigenen“. Im Rahmen der Sonderführung durch die Werkstattaustellung „Prolog # 1-10. Erzählungen von Menschen, Dingen und Orten“ gehen wir dem Begriff „Fremdheit“ auf den Grund und werfen einen genaueren Blick auf Eigen- und Fremdwahrnehmungen verkörpert in Museumsobjekten.


Guided tours of the exhibition on the theme of strangeness: Strangeness is the basis of ethnology. It is not defined and therefore cannot be described or analyzed. Strangeness arises in processes of delimitation from the "own." As part of the special guided tour through the workshop exhibition "Prologue # 1-10: Narratives of People, Things, and Places", we explore the concept of "strangeness" and take a closer look at our own and external perceptions embodied in museum objects.


14 - 18 UHR / Live Performance von Jan Heinke

Jan Heinke wurde 1968 in Dresden geboren. Neben der Beschäftigung mit Obertongesang und Ethnoinstrumenten studierte er Jazzsaxophon an der HfM Dresden.Erste einfache Klangobjekte entstanden um 1990. Eine musikalische Begegnung mit Bob Rutman Mitte der 90er Jahre gab Anstoß zu komplexeren eigenen Entwicklungen, denen 1999 die Gründung des Ensembles 'Steelharmonie' folgte, woraus 2001 das STAHLQUARTETT entstand.


Live performance by Jan Heinke: Jan Heinke was born in 1968 in Dresden. In addition to his studies of overtone singing and ethnic instruments, he studied jazz saxophone at the HfM Dresden. A musical encounter with Bob Rutman in the mid-1990s gave impetus to more complex developments of his own, followed in 1999 by the founding of the ensemble' Steelharmonie', from which the STAHLQUARTETT was created in 2001.