Set them free!

Zivilgesellschaftliches Engagement für die Rückführung der Ahnen

Eine Präsentation von Mnyaka Sururu Mboro und Christian Kopp, Berlin Postkolonial e.V.

Donnerstag, 3. Mai 18:00 Uhr

Aktsaal am Brühl / Brühlsche Terrasse 1 · 01307 HfBK Dresden

Eintritt frei. Keine Anmeldung erforderlich.

Der Bauingenieur, Stadtführer, Lehrer und Mchagga-Aktivist Mnyaka Sururu Mboro (aus Moshi in Tansania) lebt seit Jahrzehnten in Berlin und war 2007 Mitbegründer des Vereins Berlin Postkolonial. Er setzt sich im Rahmen des NGO-Bündnisses DECOLONIZE BERLIN für die Dekolonisierung des öffentlichen Raums in der deutschen Hauptstadt ein. M.S.Mboro ist seit vielen Jahren um die Rückführung von in der Kolonialzeit angeeigneten menschlichen Überresten - speziell um die des Wachagga Chiefs Mangi Meli- bemüht. Seit 2013 engagiert er sich verstärkt auch für die Restitution von Kulturschätzen, die aus der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Ostafrika" und anderen Teilen Afrikas entwendet wurden.

Christian Kopp ist Historiker, Ausstellungsmacher, Aktivist und ebenfalls Mitbegründer des Vereins Berlin Postkolonial. Gemeinsam mit M.S.Mboro setzt er sich für die Dekolonisierung des Stadtraums und im Rahmen der Kampagne "No Humboldt 21!" für den bislang eher vermiedenen transnationalen Dialog zum Humboldt Forum/Berliner Schloss ein. Er ist zudem im Bündnis "Völkermord verjährt nicht!" aktiv, das sich seit 2011 für eine Entschuldigung Deutschlands bei den Herero- und Nama-Gemeinschaften und für ihre Einbeziehung in die laufenden Wiedergutmachungsverhandlungen auf Regierungsebene einsetzt.

Die Abendveranstaltung findet im Rahmen des Workshops  „UMGANG. Menschliche Überreste in Museen und Universitätssammlungen“ (3. - 5. Mai 2018)  in der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, 01307 Dresden, Hörsaal statt.

Veranstalter: BMBF-Projekt „Körper und Malerei. Erschließung, Erforschung und Nutzung der Anatomischen Lehrsammlung und der Gemäldesammlung der Hochschule für Bildende Künste Dresden“ und die Museen für Völkerkunde Leipzig, Dresden und Herrnhut | Staatliche Kunstsammlungen Dresden