PROLOG #2 ab dem 19.01.2017

Hinter den Spiegeln  

Through the Looking Glass

 

In der zweiten Prolog-Station werden die „Lebensräume“ der Sammlungsobjekte, die Depoträume zum Thema. Die Berliner Künstlerin Anja Nitz (*1971) hat sich mit den Depoträumen der drei Museen für Völkerkunde in Dresden, Leipzig und Herrnhut auseinandergesetzt, die durch ihren künstlerischen Blick in einer 18 minütigen Fotoinstallation fragmentiert ausgestellt werden.

Wie äußert sich die sammelnde Kultur in den Depots, was verrät sie über die Haltung zu den Sammlungsobjekten und an welche Grenzen stößt sie? In welcher Art hat sie Einfluss auf das Verständnis von fremden Welten? Zur Eröffnung am 19.01. werden die Künstlerin Anja Nitz und die Direktorin der drei Völkerkundemuseen in Dresden, Leipzig und Herrnhut, Nanette Snoep in einem gemeinsamen Gespräch auf diese Fragen und das Gesamtkonzept Prolog eingehen.

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In this installation, the artist Anja Nitz analyzes the underlying principle of the museum. She broaches the issue of the work that takes place in the museum’s storerooms and shows the working environments within the storehouses that usually remain hidden from the eyes of the visitor.

 

Foto-Installation, Dauer / Duration: 17:40 Min., 2016

 
Fotos: Anja Nitz

 


Installationview

Fotos: Mo Zaboli


Künstlerin Anja Nitz

Foto: Nadja Wehling

Foto: Nadja Wehling

 

Die Berliner Künstlerin Anja Nitz (*1971) hat sich mit den Depoträumen der drei Völkerkundemuseen Sachsens auseinandergesetzt. Anja Nitz, 1971 in Hamburg geboren, studierte Romanistik, Geschichte und Germanistik, später Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Während des dortigen Studiums entdeckte sie die Fotografie und startete das Fotoprojekt "Wunderkammer Charité". Die Bilder dieses fünf Jahre andauernden Projektes waren im letzten Winter in einer Ausstellung im Tieranatomischen Theater der Humboldt-Universität zu besichtigen. Ihre Motive sind öffentliche und gesellschaftlich relevante Einrichtungen, wie z.B. Kliniken, Botschaften, Bibliotheken oder auch Atomkraftwerke. Sie versucht, die Vorstellungswelt und gesellschaftlich gültige Konventionen, die im Zusammenhang mit solchen Institutionen eine Rolle spielen, aufzuspüren und zu visualisieren. Anja Nitz fotografiert meist die Innenräume, wobei das ‚Subjektive‘ entscheidend ist.