Fremd? Strange?

Befremden/Entfremden. Was ist fremd und für wen? Befremdet oder entfremdet ein Museum? Konstruktion von Differenz, von Alterität. Kolonialgeschichte und ungleiche Machtverhältnisse. Fremdwahrnehmungen in Dresden, Sachsen, Deutschland, ... der Welt.

„Ich ist ein Anderer“, schrieb der französische Dichter Arthur Rimbaud. Dieser Satz steht im Mittelpunkt von der Ausstellungsinstallation "fremd?". Diese Station beschäftigt sich mit dem Fremden, aber nicht nur unter dem Aspekt wie die Europäer Menschen aus anderen Kontinenten dargestellt haben, sondern erlaubt auch eine Umkehr der Blickrichtung. Wie haben diese sogenannten „Fremden“ durch die Jahrhunderte „ihre Fremden“, die europäischen Missionare, Soldaten, Kaufmänner, Kolonialbeamte und Reisende wahrgenommen? Wie ist es selbst in den Spiegel zu schauen? Wie verändert sich dadurch die Selbstwahrnehmung?

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Alienation / estrangement. What is strange and for whom? Does a museum make one feel alienated or estranged? Construction of difference, of otherness. Colonial history and unequal power structures. Foreign perceptions in Dresden, Saxony, Germany ... the world.

"I is an other," wrote the French poet Arthur Rimbaud. This sentence lies at the heart of Prolog # 6. This station deals with the stranger, but not only from the point of view of how the Europeans have portrayed people from other continents. It also allows the perspective to be reversed. How have these so-called "strangers" perceived their strangers –  European missionaries, soldiers, merchants, colonial officials, and travellers –  through the centuries? How is it for oneself to look into the mirror? How does self-perception change such things?

Fotos: Vera Marušić 

 

Foto: Funkelbach Architektur & Grafikdesign

Wir? We?

Was bedeuten „Wir“ und der Diskurs über das „Andere“ in einem Museum für Weltkulturen? Aus welcher Perspektive spricht das Museum? Was ist das, die Sächsische Kultur? Gibt es tatsächlich abgeschlossene Kulturen?


"Wir?“ ist das Ergebnis einer Studie mit und unter Geflüchteten, die in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit dem Umweltzentrum Dresden erfolgt ist. „Wir?“ ist ein Wohnzimmer, in dem der Besucher Geschichten, Fragmente von Beobachtungen sächsischer Rituale, Erlebnisse und Orte sehen und hören kann. Es ist eine Collage von Anekdoten, Klischees, Erfahrungen, Missverständnissen und Kuriositäten. "Wir?" erzählt von der Begegnung von Geflüchteten mit einer neuen Gesellschaft.

Mehr zum Projekt erfahren Sie hier:  https://www.mirrows.de/de/t4-projekt

What is the meaning of "we" and the discourse about the "other" in a museum for world cultures? From which perspective does the museum speak? What is the Saxon culture? Are there truly “collective” cultures? "We?" – the result of a study that worked with and among fugitives – has taken place over the past months in cooperation with the Umweltzentrum Dresden. "We?" is a living room where the visitor can see and hear stories, fragments of observations of Saxon rituals, experiences, and places. It is a collage of anecdotes, stereotypes, experiences, misunderstandings, and curiosities. "We?" tells of the encounter of fugitives with a new society.

Beteiligte Geflüchtete/participating refugees*: Abdulhakim, Ali Asad, Fadi, Fatima, Hafez, Kolahta, Mahmoud, Mohamad, Mohammed, Najib, Safiullah (*Die Nachnamen wurden zum Schutz auf Wunsch der Geflüchteten entfernt./ The family names have been removed to protect the refugees at their request.)

 

Here you can read more about the project: https://www.mirrows.de/de/t4-projekt


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